containerObwohl das Regelwerk Incoterms(R) weltweit einheitlich geregelt ist, entstehen in der Durchführung im täglichen Geschäftsalltag immer wieder Fragen oder auch Diskussionen mit den Geschäftspartnern. Hier finden Sie Fälle, die an das Außenwirtschaftsforum herangetragen wurden und bei denen unsere Experten mit gutem Rat unterstützen konnten:
  
 

CPT oder DAP 'nach Aufwand'. Geht das?

Wir erhielten die folgende Anfrage seitens eines exportierenden Unternehmens:
Wir haben einen Kunden mit Sitz in Spanien und möchten an diesen unter Verwendung der Klauseln CPT oder DAP liefern.
Nun stellt sich die Frage, ob wir die Klauseln wie folgt gestalten können:

CPT Valencia (-> Lieferadresse), Incoterms 2020
Die Berechnung erfolgt nach tatsächlichem Aufwand

DAP Valencia(-> Lieferadresse), Incoterms 2020
Die Berechnung erfolgt nach tatsächlichem Aufwand

 ich hoffe dass Sie mir bei folgenden Fragen weiterhelfen können.
Und so antwortete unser Experte:

Weiterlesen ...

Und wieder ‚beißen‘ sich FCA und die Organisation des Transports durch den Verkäufer

Wir erhielten die folgende Anfrage seitens eines exportierenden Unternehmens:
Hallo zusammen! Vielleicht könnten Sie uns bei der Lösung eines immer wieder kehrenden Problems helfen. Übliches Procedere unseres Vertriebs ist die Erstellung von Angeboten ins Ausland auf Basis FCA. Dies erfolgt vor allem vor dem Hintergrund, dass wir meistens mit kundenspezifischen Sonderfertigungen arbeiten und hierbei zur Zeit der Angebotserstellung noch nicht sicher ist, wie die Ware zu verpacken sein wird. Angebot, Bestellung und Auftragsbestätigung lauten dann durchgängig auf FCA.
Immer wieder erleben wir allerdings, dass der Käufer, statt die Ware abzuholen, dann doch den Versand durch uns erledigt haben möchte. Dementsprechend ändern wir die Incoterms in der Proformarechnung dann auf DAP ab und berechnen dem Kunden ergänzend zum ursprünglichen Angebot die Verpackungs- und Versandkosten.
Nun wurden wir durch unseren Wirtschaftsprüfer angehalten, unbedingt übereinstimmende Incoterms auf AB und auszuweisen.
Nun fragen wir uns, wie wir dieses Problem lösen könnten: Sollten wir künftig gleich im Angebot die Klausel DAP verwenden mit Zusatz „… in Abweichung von den Regelungen der Incoterms ® 2010 sind die anfallenden Frachtkosten nicht im genannten DAP Preis enthalten, sondern werden separat in der aktuell anfallenden Höhe dem Käufer zusätzlich in Rechnung gestellt…“
Oder sollten wir dem Kunden dann eine geänderte Auftragsbestätigung mit Abänderung auf DAP schicken? Danke vorab für Ihre Unterstützung!

Und so antwortete unser Experte:

Weiterlesen ...

Incoterms®2020 sind veröffentlicht - Tipps zum Umgang mit der Neuerung!

Die ICC hat weltweit am 10.9.2019 die neue Version der Incoterms® 2020 veröffentlicht! Die neue Version tritt ab dem 1. Januar 2020 in Kraft Die aktualisierte Fassung wurde an die neuen, globalen Handelspraktiken angepasst und löst damit die Incoterms® 2010 ab. Zahlreiche Unternehmen stellen sich aktuell die Fragen:
Wie gehen wir mit den neuen Klauseln um?
Ab wann müssen sie verwandt werden?
Da auch die Anfragen an uns sich diesbezüglich häufen hier kurz eine Information, wie im praktischen Geschäftsalltag mit dieser Änderung umgegangen werden kann.

Weiterlesen ...

Wer trägt die 'Cargo Dues' bei DAP

Von einem exprtierenden Unternehmen erhielten wir die folgende Anfrage: Wir liefern per Seefracht nach Südafrika an einen unserer Kunden auf Basis „DAP RSA-Johannesburg.
Immer wieder entflamt die Diskussion darüber, wer die in Südafrika entstehenden/anfallenden „Cargo Dues“ zu bezahlen hat. Hierzu haben wir auch bereits unseren Reedereiagenten angesprochen. Dieser vertritt die Meinung, dass diese Kosten nicht zur Fracht gehören sondern sich, gemeinsam mit den Zöllen/Steuern, auf die Einfuhrabfertigung in RSA beziehen und daher durch den Empfänger zu zahlen sind.
Der Empfänger in RSA ist jedoch der Meinung,dass die Cargo Dues von uns zu zahlen sind.
Über eine Information hierzu würden wir uns freuen.
Die Einschätzung unseres Experten lautet wie folgt:
Cargo Dues, auch Wharfage genannt, sind unserem Kenntnisstand nach als Hafen- oder Kainutzungsgebühren zu betrachten. Diese Kosten gehören zwar nicht direktzur Fracht, stehen aber letztlich im unmittelbaren Zusammenhang mit dieser. Üblicherweise hat die Shipping Line sicherzustellen, dass diese Abgaben durch ihren Kunden (und das ist in diesem Fall und Konstelation der Verkäufer) auch beglichen wird.

Weiterlesen ...

Verwendung von DDP bei Inlandsgeschäften

Wir haben einen neuen potentiellen Kunden in Süddeutschland. Dieser wünscht - verlangt - für eine Lieferung von uns ( aus Deutschland ) DDP als zu verwendende Incoterm Klausel. Uns ist klar, dass dies unsinnig ist, da es keine Zölle oder Einfuhrumsatzsteuer gibt. Nunmehr stellt sich die Frage, ob wir das akzeptieren können, und was passieren kann, wenn wir DDP in den Handelspapieren verwenden. Oder sollten wir besser das sonst verwandte 'Frei Haus' nehmen? Haben Sie vielleicht schon einmal eine vergleichbare Diskussion geführt? Für eine kurze Info sind wir dankbar.
Unsere Expertenmeinung hierzu lautete wie folgt:

Weiterlesen ...

FCA und Frachtkostenberechnung - oder besser DAP?

Unser Verkauf erstellt die Angebote üblicherweise auf Basis FCA, da im Vorfeld oftmals nicht klar ist, wie die Ware leztlich versandt wird.  Angebot, Bestellung und die Auftragsbestätigung lauten dann gleichermassen auf FCA. Nun kommt es aber immer wieder vor, dass der Käufer dann doch den Versand durch uns organisiert haben möchte. In diesen Fällen ändern wir die Incoterms in der Proformarechnung dann auf DAP und wir berechnen dem Kunden die anfallenden Verpackungs- und Versandkosten. Wir wurden nun darauf hingewiesen, dass dies so nicht sein darf und dass die Incoterms auf der AB und der Rechnung übereinstimmen müssen.
Wie können wir das Problem lösen?

Weiterlesen ...

FCA und Material zur Ladungssicherung

Ein deutsches Unternehmen plant die Lieferung einer Maschine nach Dänemark. In der vertraglichen Vereinbarung wurde als Lieferbedingung FCA vereinbart. Nun fragt sich das deutsche Unternehmen, ob es bei Verwendung der Klausel FCA zuständig für die Bereitstellung von Befestigungs-/Verzurrungsmaterial ist. Bei Rückfrage ergibt sich zudem, dass der Verkäufer selbst auch den Transport organisiert und im Nachgang die Kosten dem Käufer in Rechnung stellen wird.
Die Empfehlung unseres Experten lautete wie folgt:

Weiterlesen ...

DAP exkl. Fracht - was soll das denn bedeuten?

Uns erreichte die folgende Anfrage eines importierenden Unternehmens: Wir haben immer wieder Unstimmigkeiten bei den Incoterms mit unseren Lieferanten. So erhalten wir häufig Auftragsbestätigungen mit zum Beispiel "DAP, exkl. Fracht, unverzollt Incoterms 2010". Die Fracht wird uns in diesem Fall nachträglich berechnet. Von der Theorie her beinhaltet aber die DAP Klausel dass der Verkäufer, sprich der Lieferant, den Transport zahlt bzw. der Betrag auf der Auftragsbestätigung ausgewiesen wird. Grundsätzlich sind wir bereit die Frachtkosten zu übernehmen, wichtig ist uns dass der Gefahrübergang erst bei Ankunft der Ware erfolgt. Leider finden wir aber keine passendere Klausel die besagt, dass der Verkäufer den Transport organisiert, wir aber di Kosten tragen. Selbst wenn wir unseren Lieferanten den vermeintlichen Fehler mitteilen, würden wir dadurch unter Umständen DAP verlieren und somit auch den Gefahrenübergang.

Wir könnten nun die Lieferanten auf den vermeintlichen Fehler ansprechen, da die Klausel DAP mit Frachtkostentragung durch den Käufer nicht passt - und sowieso im Streitfall eventuell ungültig wäre – und eine andere Klausel wählen, womit dann aber auch der Gefahrenübergang nicht mehr erst bei uns wäre.
Oder wir weisen die Lieferanten nicht darauf hin und übrnehmen den Fehler in unsere Bestellungen. Dann wäre es so vereinbart und wir hätten im Streitfall den Gefahrenübergang auf unserer Seite. Über eine Einschätzung Ihrerseits würden wir uns freuen.

Unser Experte antwortete wie folgt:

Weiterlesen ...
×
×
×